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Windrad Hohenthann nimmt offiziell seinen Betrieb auf

Heimspiel für die neoVIS Energie GmbH

Hohenthann - Das Projekt ist ein Heimspiel für die neoVIS Energie GmbH, die das Windrad zusammen mit der Freisinger Südlicht Holding GmbH geplant und in der Neue Energie Werke 1 GmbH realisiert hat. Weniger als 15 Kilometer sind es vom neoVIS-Büro in Landshut nach Wachelkofenreuth in der Gemeinde Hohenthann.

Dort ist das 140 Meter hohe Windrad vom Typ GE 2.75-120 längst ein fester Bestandteil des Ortsbilds. Sehr zur Freude von Bürgermeisterin Andrea Weiß, die deshalb im Rahmen der Eröffnungsfeier auch von "unserem Windrad" und einem "neuen Weg in der Energieversorgung" sprach.

Tatsächlich geht ihre Gemeinde in Sachen Energiewende mit gutem Beispiel voran. Mit dem Strom, den Biogasanlagen und Photovoltaikmodule erzeugen, weist Hohenthann bereits eine Eigenversorgung von 150 Prozent auf. Nun kommen durch das Windrad pro Jahr noch einmal sechs Millionen Kilowattstunden ökologischer Strom hinzu. Das entspricht dem Jahresverbrauch von 2000 Dreipersonenhaushalten und der Energiemenge von rund 600.000 Litern Heizöl.

neoVIS-Geschäftsführer Markus Oßner erinnerte bei der Vorstellung des Projekts daran, dass die Pläne für das Windrad bereits 2012 im Gemeinderat präsentiert wurden. Das Gremium habe damals die Chance genutzt, die "Energiewende als Vorreiter voranzutreiben".

Auch Landrad Peter Dreier sieht in dem Windrad ein "weithin sichtbares Zeichen für die Energiewende". Gleichzeitig kritisierte er den Kurswechsel der Staatsregierung, die mit der Einführung der sogenannten 10-H-Regel die Genehmigung und den Bau neuer Windkraftanlagen in Bayern massiv erschwert habe. Das Windrad selbst bezeichnete er als "technische Meisterleistung".

Dafür sprechen auch die Fakten: Die drei Rotorblätter haben einen Durchmesser von 120 Metern. Die damit überstrichene Fläche ist mit 11.300 Quadradtmetern so groß wei eineinhalb Fußballfelder. Alleine das Maschinenhaus wiegt 82 Tonnen, jedes Rotorblatt noch einmal 14 Tonnen. Macht zusammen 124 Tonnen in 139 Metern Höhe.

Pfarrer Michael Birner segnete das Windrad und wüschte den Verantwortlichen "immer ausreichend Wind". Der Einweihungsfeier am Vormittag schloss sich ein "Tag der offenen Tür" an. Dabei nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, einen Blick in den Turm zu werfen und sich von den Experten der neoVIS Energie GmbH alle Details rund um die Anlage erklären zu lassen.

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