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Bürgerwindpark Denkendorf offiziell in Betrieb

Startschuss

Ministerin Ilse Aigner eröffnet 20-Millionen-Euro-Projekt im Naturpark Almühltal

Startschuss für Oberbayerns größten Bürgerwindpark: Am Freitag, 23. Mai 2014, nahmen Vertreter aus Politik, der beteiligten Unternehmen sowie des Projektentwicklers neoVIS Energie GmbH die fünf Windräder im Gemeindegebiet Denkendorf offiziell in Betrieb.

Dabei verwies Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie auf die Vorbildfunktion des Projektes. Das Projekt sei ein gutes Beispiel dafür, wie Konsens mit Bürgern funktioniert. Die Windenergie werde in Bayern eine wichtige Rolle spielen, aber stets in Übereinstimmung mit der Bevölkerung vor Ort. Genauso sieht es Anton Knapp, Landrat des Landkreises Eichstätt. "Das Modell Denkendorf verdient den Titel Bürgerwindpark zu recht", sagte er und verwies auf das "positive Miteinander" aller Beteiligten.

Claudia Forster, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Denkendorf, hatte Ilse Aigner zunächst im Rathaus zum Eintrag ins goldene Buch empfangen, ehe sich die Ministerin zum "Aufstieg" bereit machte: Zum ersten Mal in ihrem Leben stand Ilse Aigner wenig später auf einem Windrad - in 138 Metern Höhe.

Armin Geyer (Geschäftsführer Bürgerwindpark Denkendorf GmbH) und Stephan Schinko (Geschäftsführer neoVIS Energie GmbH) hoben die gute Zusammenarbeit mit den Genehmigungsbehörden heraus. "Ich glaube nicht, dass es in Bayern ein zweites Landratsamt gibt, das in Sachen Windkraft über so viel Fachkompetenz verfügt wie das Landratsamt Eichstätt", sagt Armin Geyer.

Und Rainer Kleedörfer (Geschäftsführer N-ERGIE Regenerativ GmbH) tratt als Vertreter des größten Investors ans Rednerpult. Sein Unternehmen habe sich mit Freude an dem Projekt beteiligt - besonders deshalb, weil von allen Seiten die Akzeptanz von Beginn an sehr hoch gewesen sei.

Nach der Segnung der Anlage und dem gemeinsamen "Knopfdruck" stand den Feierlichkeiten zur Eröffnung nichts mehr im Weg. Dem offiziellen Teil schloss sich ein "Tag der offenen Tür" an. Dabei hatten die Bürgerinnen und Bürger der umliegenden Gemeinden ausreichend Gelegenheit den Windpark unter die Lupe zu nehmen.

Der Bürgerwindpark entstand als Gemeinschaftsprojekt. Die Mehrheit halten mit 51 Prozent die Bürger: 100 Privatpersonen sind mit über 3,5 Millionen Euro daran beteiligt. Auf der Seite der Investoren konnte die N-ERGIE Regenerativ GmbH, ein Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft, die Stadtwerke Schwabach GmbH, die infra fürth GmbH und die Gemeindewerke Wendelstein als Partner gewinnen.

Die fünf Windräder speisen seit Januar 2014 Strom in das Umspannwerk Kinding ein. Jede Anlage weist eine Nabenhöhe von 138 Metern auf, die gemeinsame Leistung liegt bei rund 12 Megawatt. Die Anlage erzeugt insgesamt rund 19,6 Millionen Kilowattstunden (kWh) ökologischen Strom pro Jahr. Das enstpricht dem Jahresverbrauch von rund 5.000 Dreipersonenhaushalten.

Die Gesamtkosten des Windparks belaufen sich auf rund 20 Millionen Euro.

Für die Projetkentwickung, den Bau und die technische Betriebsführung ist die neoVIS Energie GmbH verantwortlich. Die N-ERGIE Service GmbH, ein weiteres Tochterunternehmen der N-ERGIE Aktiengesellschaft, erstellte die Innerparkverkabelung und die Einspeiseleitung zum Umspannwerk.

Besonders Augenmerk legte der Projektentwickler neoVIS Energie GmbH sowohl auf die Beteiligung der Bürger in den umliegenden Gemeinden als auch auf den Naturschutz. Die Standorte der fünf Windräder, die im Naturpark Altmühltal liegen, erfüllen alle naturschutzrechtlichen Auflagen. Schon jetzt gilt der Bürgerwindpark Denkedorf als Paradebeispiel dafür, wie sich Bürgerwille, Naturschutz und Stromerzeugung aus Windenergie perfekt vereinbaren lassen.

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